Sieben Zutaten,
keine achte.
Naturkosmetik-Manufaktur in Bispingen. Wir rühren in Chargen von vierzig Tiegeln und schreiben auf jedes Etikett, was drin ist. Vollständig, nicht nur das Werbewirksame.
Warum so wenig drin ist
Eine Creme braucht Fett, Wasser und etwas, das beides zusammenhält. Alles Weitere ist Entscheidung. Wir haben uns gegen Duftstoffe entschieden, gegen Konservierung über das Nötige hinaus und gegen jeden Zusatz, der nur die Textur schmeichelt.
Das hat einen Preis: Unsere Tiegel halten ungeöffnet zwölf Monate, nicht drei Jahre. Und sie riechen nach dem, woraus sie bestehen: nach Öl und Wachs, nicht nach Blüten.
Die Pflanzen kommen von zwei Höfen im Umkreis von dreißig Kilometern. Was dort nicht wächst, kaufen wir zu, und dann steht es auch so auf der Packung.
Was wir führen
Sechs Rezepturen, seit Jahren unverändert. Neue kommen erst dazu, wenn die alten sich nicht mehr verbessern lassen.
Fest im Tiegel, schmilzt auf der Haut. Für Hände, die viel im Wasser sind. Deshalb haben wir überhaupt angefangen.
Drei Tropfen auf feuchte Haut. Zieht langsam ein, das ist so gewollt; wer es eilig hat, nimmt zwei.
Kaltgerührt, acht Wochen gereift. Schäumt wenig, das ist kein Fehler. Schaum kommt von Stoffen, die wir weggelassen haben.
Die Rezeptur stammt aus dem Hausbuch meiner Großmutter, nur die Mengen sind heute gewogen statt geschätzt.
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